Short: Warum tarnen wir uns als Wildlife Fotografen?

Ich erachte die Tarnung für uns Wildlife Fotograf als essentiell. Doch was umfasst Tarnung alles? Ist dir bewusst, warum ich die Tarnung als so wichtig erachte?

Viele Wegbegleiter unseres Hobbys sind der Meinung, dass Tarnung viel zu aufwendig ist. Diese Wildlife Fotografen sind oft auf der Pirsch. Bei der Pirsch bist du immer auf den Beinen und erarbeitest dir deine Bilder durch Bewegung.

Wildtiere werden heutzutage durch so viele Umwelteinflüsse, auf all ihren Sinnen getriggert, dass sie sich am Tage oft verkriechen und erst in der Dämmerung zum Vorschein kommen. Pilzsammler, Wanderer, Mountainbikefahrer, Geocaching, Birding, Prepper… All das sind Hobbys oder Tätigkeiten, wie die Wildlife Fotografie, die in der Natur stattfinden. Zusätzlich werden unsere Wälder durch Forstbetriebe bewirtschaftet. Jedes einzelne der genannten Themen ist nicht so dramatisch, doch die Bevölkerungsdichte in Deutschland ist gewachsen. Viele Neubaugebiete ringen den Tieren noch mehr Lebensraum ab.

Daher ist jeder weitere, der sich laufend den Lebensraum der Tiere erschließt, einer zu viel! Ich bin der Meinung, dass die Ansitzfotografie für Wildtiere ethisch vertretbarer ist. Dennoch müssen wir uns als naturbegeisterte Fotografen so verhalten, dass wir die Lebewesen um uns herum nicht vergessen. Jeder der ungetarnt pirscht, kann nicht sicherstellen, dass er unweigerlich das Risiko einer Störung in Kauf nimmt. Die Tiere nehmen solche Störungen ganz anders wahr, was oft damit einhergeht, dass sie lange Zeit an dem Ort nicht mehr auftauchen. Nico Sonnabend hat vor einigen Tagen ein Reel zu dem Thema bei Instagram gepostet. Das solltest du dir unbedingt einmal anschauen.

Doch wie sollten wir uns tarnen?

Beim Ansitz mit einem Tarnanzug von Decathlon, dennoch sitze ich hinter einem Tarnnetz, um Bewegungen zu verschleiern.

Tarnung durch einen Tarnanzug. Doch das Equipment wird durch einen Tarnüberzug genauso getarnt, wie der Rest. Wichtig ist, dass du immer Pflanzen im Rücken hast. Dies löst Deine Konturen auf.

Hier habe ich parallel zum Mais gelegen, dass Tarnnetz hat meine Bewegungen verhüllt.

Dieser Ansitz ist vergleichbar zum Mais gewesen, doch hier habe ich parallel zu einer Dickung gelegen.

Mit den Büschen im Rücken und dem 3D-Ghillie verschmilze ich regelrecht mit der Umgebung. Nur der Schlitz für die Augen, könnte mich verraten.

Zurück
Zurück

Von der Fährte zur Fotografie

Weiter
Weiter

Teil 2: Erfahrungen mit dem Hikmicro HE25LN