Kennst Du das?

Geht es Dir vielleicht auch so? Du verlässt Dein Haus auf der Suche nach neuen Ansitzplätzen. Doch egal wohin Du wanderst, jetzt zur Winterzeit findest Du am Tag kein Wild.

Mir geht es zur Zeit so… Ich weiß nicht woran es liegen mag, doch egal wo ich um meinen Heimatort unterwegs bin, ich finde kein Wild, welches sich zu Zeiten blicken lässt, die wir zum fotografieren nutzen könnten. Ich habe eigentlich die Einstellung: “Um Wildlife erleben zu können, muss man nicht Reise”! Doch um meinem Hobby nachgehen zu können, nutze ich jede Möglichkeit.

Wie Du eventuell in einem der anderen Beiträge gelesen hast, habe ich ein Hikmicro HE25LN multispektral Binokular. Dieses begleitet mich mittlerweile sehr oft. In den letzten Tagen, sind meine Tochter und Frau auf ein Konzert gegangen. Da es einfach nicht meine Musik war, hatte ich beschlossen, die Gegend um die Konzerthalle zu erkunden. Ich hatte die Hoffnung einen neuen Ansitzplatz für Rehwild zu finden.

Die Überraschung war groß, oder doch klein… ??

Also habe ich meine beiden Frauen bei der Konzerthalle abgeliefert und bin mit meinem Wagen eine kleine Runde gefahren. Keine 5 Minuten später habe ich den Wagen abgestellt und bin in einen Außenring einer Großstadt eingedrungen. Da zur Zeit Jagdsaison ist, wollte ich mich gut absicher, ich habe mich alle paar Meter mit meinem Binokular umgesehen und bin den Wegen in der Natur gefolgt. Die ersten 100m waren langweilig. Park ähnliche Strukturen, bis ich auf einen Feldweg gelangt bin. Dieser ging leicht bergauf, am Ende konnte ich gegen das Licht der Stadt Silhouetten von Bäumen und Büschen ausmachen. Wie eine Reihe Unterholz zwischen Feldern.

Beim genaueren Hinsehen, habe ich Bewegungen auf dem Feld dahinter wahrgenommen. Doch bevor ich mich weiterbewegt habe, wurde noch einmal die Umbegung auf Wärmesignaturen von menschlicher Statue oder Hochsitze gescannt. Nichts… Ich habe mich den Hang hochgekämpft. Der Weg war mit Splitt bestreut, der von einer Eisschicht bretthart war. Doch das Eis hat mir den Anstieg erschwert. An dem Unterholz angekommen, habe ich die Umgebung abgeglast.

Jagende Hasen auf einem Feld im Umfeld einer Großstadt

Ich konnte meinen Augen nicht trauen! Das Feld war voll mit Feldhasen und Kaninchen. Ich musste dem Unterholz weiter folgen, weil mich interessiert hat, wie viele der Hasen auf dem Feld unterwegs waren.

Ich konnte die Tiere nicht zählen, weil sie sich laufend gegenseitig über das Feld gejagt haben. Mal waren sie oberhalb von mir, mal unterhalb.

Ein Feld voller Feldhasen und Kaninchen

Ich habe bei -5°C und einem echt fiesen Gegenwind fast drei Stunden in der Natur gestanden und mir dieses Schauspiel im Wärmebildkanal meines Binokulars angesehen. Einen kleinen Teil dieser Zeit habe ich für Dich aufgezeichnet…

Noch witziger war die Situation, dass ein Pärchen bei ihrem Spaziergang direkt an mir vorbei gingen. Sie haben mich nicht wahrgenommen und auch ich die beiden nicht. Wie es manchmal so ist… ich bin mit dem Gerät an den Augen, gestolpert und habe geflucht… Das Pärchen hat sich erschrocken… Die beiden fragten, was ich dort tue. Ich habe den beiden das HE25LN schweigend in die Hand gegeben und geflüstert, dass sie leise sein sollten. Die beiden konnten es genauso wenig glauben, wie ich. Sie meinten, dass sie jeden Abend im dunkeln ein Runde an der Stelle drehen, aber die Tiere hätten sie noch nie wahrgenommen.

Ist Dir so etwas auch schon mal passiert???

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Von der Fährte zur Fotografie